Ein kurzer Überblick über die Geschehnisse in der Tauriskia von Beginn bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts.
Neben Tauriskia existieren zu diesem Zeitpunkt in Villach noch vier weitere Korporationen, nämlich die kath. Verbindung Nibelungia, sowie drei national-freiheitliche Verbindungen, Vandalia, Cimbria und Arminia. Tauriskia musste sich von Anfang an gegen diese nationale Übermacht zur Wehr setzten, was ihr auch gelang. Heute gibt es in Villach zwei aktive christliche Verbindungen (Tauriskia und Bamberg) und eine aktive schlagende Verbindung. Tempora mutantur!
National-freiheitlich gesinnte Bundesbrüder versuchen Tauriskia in eine „schlagende“ Verbindung umzuwandeln und gründen aus Tauriskia das pennale Corps! Tauriskia Villach. Durch das Engagement des damaligen Philisterseniors Prof. Viehof, sowie einiger engagierter Aktiver, kann diese Änderung nach einem Tag rückgängig gemacht werden. Die Bundesbrüder, die versucht haben Tauriskia umzuwandeln, werden aus der Verbindung ausgeschlossen und gründen das penn. C.! Marko Tauriskia, von dem man aber seit damals nie wieder etwas gehört hat.
Tauriskia tritt dem 1933 gegründeten Mittelschülerkartellverband bei. Zuvor war sie Mitglied eines kleinen regionalen Kartells und des Vorgängerverbandes des MKV, dem VPV (Verband kath. penn. Verbindungen), die heute beide nicht mehr existieren.
Nach dem Anschluß wird die Bude von SA und NS Anhängern gestürmt und das Verbindungseigentum zerstört, bzw. Verwertbares, wie Geld, wird Staatseigentum. Mutigen Bundesbrüdern gelingt es zumindest drei Vollwichsen und die Fahne zu retten, welche bis nach dem Krieg auf einem Bauernhof versteckt bleiben.
Viele Taurisken verlieren im 2. WK ihr Leben. Viele Taurisken engagieren sich im Widerstand, einige sterben dabei, oder landen im KZ, oder in Gestapo-Haft.
Der Grazer Student Mag. Karl Henhapl, der zum damaligen Zeitpunkt Mitglied e.v. Babenberg-Graz im ÖCV ist, reaktiviert Tauriskia wieder. Es wird zuerst Tauriskia reaktiviert und erst später Nibelungia, da Nibelungia ihr gesamtes Vermögen während der NS-Diktatur verloren hat, im Gegensatz zu Tauriskia. Mag. Henhapl wird für seine besonderen Verdienste um Tauriskia geehrt, indem er zum Doktor cerevisiae et vini ernannt wird. Dies ist die höchste Ehrung die Tauriskia vergibt.
Tauriskia existiert von 1955 bis jetzt ununterbochen. 1960 gründet Tauriskia ihre 1. Tochterverbindung, das K. Ö. C. Bamberg Villach, und kurz darauf ihre 2. Tochterverbindung, die K. ö. St. V. Teurnia-Ortenburg Spittal an der Drau.